Klimawandel und Agrarwirtschaft

Seit über acht Jahren berate ich Kleinbauern, Unternehmen und Organisationen dabei, Strategien im Umgang mit dem Klimawandel zu entwickeln und mit betroffenen Menschen konkrete Maßnahmen zur Anpassung und Minderung umzusetzen. Erfahrungen dazu habe ich vor allem im Kaffeesektor in Lateinamerika, im Teesektor in Ostafrika und im Mangosektor in Südostasien gesammelt.

Methoden | Klimarisikomanagement (MRO©lima), partizipative Klima- und Vulnerabilitätsanalysen, Entwicklung von Klimaanpassungsoptionen, Emissionsminderungsmaßnahmen, Fortbildungen zu diesen Themen.

Gemeinsam mit meiner Kooperationspartnerin Kerstin Linne von Green Line Consulting habe ich eine Methode für Klimarisikomanagement (MRO©lima) entwickelt. Sie unterstützt Menschen und Organisationen dabei, Klimarisiken zu erkennen, Anfälligkeiten zu analysieren und Lösungsvorschläge zu erarbeiten, zu planen und umzusetzen. Die Methode findet inzwischen Anwendung in zahlreichen Kaffee- und Teekooperativen, bei politischen Organisationen, Standardinitiativen und in Projekten der Entwicklungszusammenarbeit:

Peru | Die Kaffeekooperative CEPICAFE forstet degradiertes Grasland auf, reduziert auf diese Weise die Anfälligkeit der Kaffeebauern für Klimarisiken und schafft zusätzliches Einkommen aus CO2-Zertifikaten, die auf dem freiwilligen Kohlenstoffmarkt verkauft werden.

Das Projekt wird von UNFCCC als best practice für Anpassungsmaßnahmen empfohlen.

Uganda | Die über 7.000 Teebauern der Kayonza Growers Tea Factory bauen ihren Tee am Rande des Bwindi Impenetrable National Park in Uganda an. Der Park beheimatet 50 Prozent der weltweiten Berggorillapopulation. In 2011 nahmen technische Experten von Kayonza an unserem Training für Klimarisikomanagement in Kenia teil. Dort lernten sie, Problemen wie Klimawandel, Abholzung, Bodenerosion und Wasserknappheit zu begegnen und Strategien für Anpassung und Klimaschutz zu entwickeln und umzusetzen. Über 4.800 Teebauern profitieren inzwischen vom Anbau zusätzlicher Agrarprodukte wie Bohnen, Bananen, Kartoffeln und Erdnüssen. Sie bewirtschaften ihre natürlichen Ressourcen wie Wasser und Wald nachhaltig und haben bereits über 20.000 heimische Bäume aufgeforstet.

Als Modellinitiative für Anpassung für Kleinbauern an den Klimawandel wurden sie 2015 von der Equator Initiative prämiert.

Brasilien Amazonas | Über 30 Repräsentanten politischer und wissenschaftlicher Institutionen aus den Bundesstaaten Acre, Amazonas und Pará nahmen 2012 an unserem Training zu MRO©lima teil. Sie lernten u.a. Klimarisikokartierungen zu erstellen, Vulnerabilitäten zu bewerten und Anpassungsstrategien für Agrar- und Forstproduktionssysteme im Amazonasgebiet zu entwickeln.


Entwicklungspartnerschaften zwischen
öffentlichen und privaten Akteuren

Seit Beginn meiner Berufstätigkeit unterstütze ich die Anbahnung, Planung, Umsetzung und Evaluierung von Entwicklungsprojekten zwischen öffentlichen und privaten Partnern, vor allem im Rahmen des develoPPP.de Programms des BMZ.

Methoden | Planung, Steuerung, Monitoring und Evaluierungen von Projekten, Prüfmissionen, Dokumentation und öffentlichkeitswirksame Darstellung von Ergebnissen und Wirkungen.

Entwicklungspartnerschaften mit der Wirtschaft als Impulsgeber | Zwischen 1999 und 2011 hat die GIZ über das BMZ-Programm develoPPP.de genau 623 Entwicklungspartnerschaften gemeinsam mit Unternehmen umgesetzt. Von den ersten Projekten beispielsweise mit DaimlerChrysler bis hin zu heute 50 neuen Projekten jährlich erzielten die Kooperationen oftmals langfristige Erfolge und setzten Impulse für ganze Branchen oder Regionen. Ob bei der Verwertung von Sonderabfällen in der Zementindustrie, bei der Entwicklung von Mikroversicherungen oder beim Artenschutz – die Beispiele zeigen anschaulich, welche Synergien entstehen, wenn Entwicklungszusammenarbeit und Wirtschaft ihre Kräfte bündeln.


Kooperationen zwischen Staat und Wirtschaft

Ich begleite inhaltlich, konzeptionell und organisatorisch die Entstehung und die Durchführung von Dialogen und Partnerschaften zwischen unterschiedlichen Akteuren aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft, aktuell zu den Themen nachhaltige Textilproduktion, Berufsbildung, Steigerung landwirtschaftlicher Produktivität und Ernährungssicherung.

Methoden | Konzeptentwicklung und Potenzialeinschätzung, Moderation von Prozessen und Multi-Stakeholder-Partnerschaften, Organisation politischer Konferenzen.